HIB (Hochschulinformationsbüro)

 

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Hochschulinformationsbüro
der GEW
Norina Schulz
hib-essen@gew-nrw.de

   

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Deine Rechte als Hilfskraft
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Die Veranstaltung richtet sich an studentische wie auch wissenschaftliche Hilfskräfte und an Studenten, die eine Tätigkeit als Hilfskraft anstreben oder sich eine vorstellen können.

Ein Vortrag von Antonia Kühn, DGB NRW, mit anschließender Fragerunde, moderiert von den Jugendbildungsreferenten Fabian Kuntke (Duisburg) und Jan Mrosek (Essen), sowie Norina Schulz vom HIB der GEW.

Der Flyer als Download

 

 

Raum: T02 S00 K15
(AStA-Flur)
jeden Donnerstag
11:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Ansprechpartner:
Thomas Kania
E-Mail

   

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GEW-Newsletter Hochschule und Forschung + Newsletter Templiner Manifest
27.06.2016: Einladung zur 9. GEW-Wissenschaftskonferenz vom 28. September bis 1. Oktober 2016 in Lutherstadt Wittenberg
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Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

die Hochschulpakte eins bis drei, die Exzellenzinitiative, der Pakt für Forschung und Innovation, der Qualitätspakt Lehre, die Qualitätsoffensive der Lehrerbildung, das Programm „Innovative Hochschule“, das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: in der Hochschul- und Wissenschaftsfinanzierung hangeln sich Bund und Länder seit Jahren von Pakt zu Pakt. Diese Pakte unter einem Dach zusammenzuführen, weiterzuentwickeln und einen „Zukunftspakt“ zu vereinbaren, das forderte der Wissenschaftsrat bereits vor drei Jahren – bisher ohne Erfolg. Ohne verlässliche Finanzierung ist die Kontinuität von Forschung und Lehre in Gefahr, aber auch die soziale Absicherung der Beschäftigten gerät unter Druck – darauf weist die GEW seit Jahren hin. Gleichzeitig hinkt das BAföG den steigenden Lebenshaltungskosten genauso hinterher wie die Hochschulfinanzierung den steigenden Studierendenzahlen.

Wie sich die Hochschul- und Wissenschaftsfinanzierung entwickelt hat und wie sie sich verändern muss, das möchte die Bildungsgewerkschaft GEW auf ihrer 9. Wissenschaftskonferenz unter die Lupe nehmen. Ich freue mich, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und Politik gewinnen konnten.
Wir erwarten etwa 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Parteien, Bund und Ländern sowie Gewerkschaften.

Zur 9. GEW-Wissenschaftskonferenz vom 28. September bis 1. Oktober 2016 in Lutherstadt Wittenberg lade ich Sie herzlich ein! Für die Teilnahme erheben wir folgende Tagungsbeiträge:

  GEW-Mitglieder Nicht-Mitglieder
Teilnehmer_innen vollzeitbeschäftigt 180,- € 240,- €
Teilnehmer_innen teilzeitbeschäftigt 120,- € 180,- €
Studentische bzw. erwerbslose Teilnehmer_innen
(Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern)
60,- € 120,- €
Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung sind darin eingeschlossen.

                          Das Programm als Download
                          Die Anmeldung als Download

Ich würde mich freuen, Sie im September in Lutherstadt Wittenberg begrüßen zu dürfen!

Dr. Andreas Keller
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314,
Fax: +49 (0) 69 78973-103
E-Mail: andreas.keller@gew.de,
Internet:http://www.wissenschaft.gew.de

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GEW-Newsletter Hochschule und Forschung + Newsletter Templiner Manifest
09.06.2016: Bundesarbeitsgericht: Keine grenzenlose Kettenbefristung aus Drittmitteln
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Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

das Bundesarbeitsgericht hat gestern ein wichtiges Urteil gefasst, über das wir mit diesem Newsletter informieren möchten. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Drittmittelprojekten arbeiten, können nicht grenzenlos befristet beschäftigt werden, stellten die Richter fest. Werden über eine besonders lange Dauer immer wieder befristete Verträge abgeschlossen und/oder werden besonders viele Verträge hintereinander mit demselben Arbeitgeber befristet abgeschlossen, kann ein Rechtsmissbrauch vorliegen. Die betroffenen Wissenschaftler_innen können ihre Befristung gerichtlich überprüfen lassen und haben gegebenenfalls Anspruch auf eine Festanstellung. Entsprechende Auffassungen hatten zuvor das Landesarbeitsgericht Sachsen (im hier zugrunde liegenden Fall 6 Sa 676/13) sowie auch das Landesarbeitsgericht Köln (11 Sa 226/13) vertreten, das Bundesarbeitsgericht befasste sich gestern erstmals mit dieser Frage.

Die Einschränkung der Möglichkeiten einer Kettenbefristung betrifft nur Drittmittelverträge (Befristungen nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG). Befristete Stellen, die der Qualifizierung dienten (etwa Befristungen nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG), werden bei der Überprüfung eines Missbrauchs nicht berücksichtigt, wie das Bundesarbeitsgericht klarstellte. Dem liegt die Auffassung zugrunde, dass im Bereich von Qualifizierungsstellen ein Missbrauch der Befristung bereits durch den gesetzlichen Höchstbefristungsrahmen von in der Regel 6 plus 6 Jahren (vor und nach der Promotion) gegeben ist, weshalb eine zusätzliche gerichtliche Kontrolle gegen Rechtsmissbrauch nicht nötig sei.

Das Bundesarbeitsgericht hat mit seinem Urteil deutlich gemacht, dass die Befristung von Arbeitsverträgen auch im Wissenschaftsbereich Grenzen kennt – trotz der umfassenden Möglichkeiten, die das Wissenschaftszeitvertragsgesetz den Arbeitgebern eröffnet. Das Urteil ist eine gute Nachricht für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Drittmittelbereich, denen es rechtliche Mittel an die Hand gibt, um sich gegen einen Missbrauch der Befristungsmöglichkeiten zu wehren. Für Qualifizierungsstellen, die von der Rechtsmissbrauchskontrolle nicht erfasst werden, wird es nun darauf ankommen, dass die Regelungen des neuen Wissenschaftszeitvertragsgesetzes konsequent umgesetzt werden und damit tatsächlich einen wirksamen Schutz gegen den Missbrauch der Befristungsmöglichkeiten bilden.

Im konkreten Fall, der den Anlass für das Urteil des Bundesarbeitsgerichts bildete, ist die Entscheidung über die Wirksamkeit der Befristung noch nicht gefallen. Das Gericht bestätigte zwar die Auffassung der Klägerin, dass Kettenbefristungen auch im Hochschulbereich auf eine missbräuchliche Anwendung überprüft werden müssen. In ihrem Fall – die Kollegin war über mehr als 22 Jahre hinweg in ununterbrochen gleichartiger Tätigkeit beim selben Arbeitgeber mit elf verschiedenen Verträgen beschäftigt worden – sah das Gericht einen entsprechenden Rechtsmissbrauch allerdings nicht, da ein erheblicher Zeitraum der befristeten Beschäftigung der wissenschaftlichen Qualifizierung der Klägerin gedient habe. Das Verfahren wurde daher zur erneuten Prüfung an das Landesarbeitsgericht Sachsen zurückverwiesen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Fristverträgen sollten ihren Arbeitsvertrag sorgfältig überprüfen – insbesondere, wenn sie schon sehr lange oder mit besonders vielen aufeinander folgenden Verträgen beschäftigt sind. GEW-Mitglieder genießen hierbei die Unterstützung des gewerkschaftlichen Rechtsschutzes. Orientierungshilfe bietet außerdem der GEW-Ratgeber „Befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft“, der über die seit dem 17. März 2016 geltenden Regelungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes informiert.
Der Ratgeber kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden.
Gedruckte Exemplare des Ratgebers können zum Einzelpreis von 1 Euro pro Stück zzgl. Versandkosten bestellt werden.
Bestellungen in kleiner Menge (bis neun Stück) richten Sie bitte an: broschueren@gew.de, Fax: 069/78973-70161.
Bestellungen ab zehn Stück richten Sie bitte direkt an den GEW-Shop

Dr. Andreas Keller
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314,
Fax: +49 (0) 69 78973-103
E-Mail: andreas.keller@gew.de,
Internet:http://www.wissenschaft.gew.de

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19. April 2016: Inklusion und Promotion? Zugänge und Prozesse inklusiv gestalten
Einladung zum GEW-Seminar für DoktorandInnen vom 24. bis 26. Juni 2016 in Rheinsberg *****************************************************************************************************

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

wenn an deutschen Hochschulen für das Studium zunehmend eine inklusive Perspektive auf den Weg gebracht wird, so stellt sich die Frage, ob und inwiefern dies auch für die Promotion als Phase erster wissenschaftlicher Berufsausübung gilt. Die Auseinandersetzung zur Inklusion an Hochschulen bezieht sich bisher zumeist auf die strukturelle Öffnung von Studiengängen und die damit verbundenen Unterstützungsfunktionen in der Programmatik des „Diversity-Managements“.

„Inklusion“ wird in diesem Zusammenhang in erster Linie mit „Behinderung und/oder chronischer Krankheit“ in Verbindung gebracht. Wie mit dem Studium können mit der Promotion jedoch Exklusionsprozesse einhergehen, die an verschiedene und sich überlagernde Dimensionen geknüpft sind.
Die GEW setzt daher einen klaren Akzent auf einen weiten Inklusionsbegriff, der verschiedene Unterschiedsdimensionen wie beispielsweise „Herkunft/sozialer Status“, „Gender“ und „Behinderung/Beeinträchtigung“ umfasst und auch ihre Intersektionalität berücksichtigt.

Im diesjährigen GEW-Seminar für Doktorandinnen und Doktoranden wollen wir uns dem Thema „Inklusion und Promotion? Zugänge und Prozesse inklusiv gestalten“ widmen und mit der Frage auseinandersetzen, wie eine inklusive Hochschule unter dem Blickwinkel des Promotionsprozesses aussehen kann:
Für welche Menschen beziehungsweise Personengruppen ist der Zugang zur Promotion erschwert oder gar unmöglich?
Mit welchen Barrieren und Benachteiligungen sind Menschen konfrontiert, wenn sie promovieren (wollen) und welcher politische Handlungsbedarf ergibt sich daraus?
Wie kann die derzeitige Promotionssituation in der Hochschule vor dem Hintergrund unterschiedlicher Dimensionen von Diversität beschrieben werden?

Vom 24. bis zum 26. Juni 2016 wollen wir im brandenburgischen Rheinsberg gemeinsam mit Promovierenden, Promotionsinteressierten und Expertinnen und Experten aus Hochschule, Forschung und Politik über Inklusion in der Promotionsphase diskutieren, bereits existierende Ansätze kennenlernen, Herausforderungen definieren und neue Ansätze mit Blick auf eine inklusive Hochschule entwickeln.

Zum GEW-Seminar für Doktorandinnen und Doktoranden sind Promovierende und Promotionsinteressierte ebenso wie auch alle weiteren am Thema interessierten Kolleginnen und Kollegen herzlich eingeladen.

Wir bitten um einen Teilnahmebeitrag in Höhe von 60 Euro (GEW-Mitglieder: 40 Euro). Darin sind Unterkunft in der barrierefreien Tagungsstätte HausRheinsberg und Verpflegung sowie die Erstattung der Reisekosten (DB zweite Klasse) eingeschlossen.

Bitte meldet euch und melden Sie sich bis 24. Mai 2016 mit dem Rückmeldeformular an.
Beim Bildungs- und Förderungswerk der GEW bedanken wir uns für die freundliche Förderung des Seminars.

Dr. Andreas Keller
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314,
Fax: +49 (0) 69 78973-103
E-Mail: andreas.keller@gew.de,
Internet:http://www.wissenschaft.gew.de

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Her mit der Milliarde!

Erwartungen an einen Pakt für verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft
Donnerstag, 21. April 2016, 10.30 bis 16.30 Uhr
Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Str. 5b, 10115 Berlin-Mitte

Programm

// Durch das Programm führt Anna-Lena Scholz, freie Jounalistin (angefragt) //

10:30–11:00 Uhr Anmeldung bei Tee und Kaffee

11:00-11:15 Uhr Begrüßung und Einführung
Das war noch nicht alles – von der Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zum Pakt für verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft
Dr. Andreas Keller, Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung der GEW

11:00–13:00 Uhr Präsentation einer im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung erstellten Expertise
Anforderungen an eine aufgaben- und qualitätsgerechte Ausstattung der Universitäten mit wissenschaftlichem Personal und Schlussfolgerungen für die Ausgestaltung eines Bund-Länder-Programms
Dr. Anke Burkhardt, Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kommentare
Frank Schumann, GEW-Projektgruppe Promovierte in der Wissenschaft

13:00–14:00 Uhr Mittagspause mit einem reichhaltigen Imbiss

14:00–15:30 Uhr Podiumsdiskussion
Eine Milliarde für den „wissenschaftlichen Nachwuchs“?
Erwartungen an das Bund-Länder-Programm
Univ.-Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin (angefragt)
Albert Rupprecht, MdB, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (angefragt)
Steffen Krach, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin (angefragt)
Dr. Andreas Keller, Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung der GEW

15:30–16:00 Uhr Schlusswort
Dr. Andreas Keller, Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung der GEW

16:00–16:30 Uhr Networking bei Kaffee, Tee und Kuchen

Anmeldung:
GEW-Hauptvorstand Hochschule und Forschung
Andrea Vath
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt am Main
Tel.: 069/78973315
Fax: 069/78973103
Email: andrea.vath@gew.de
Online anmelden: www.gew.de/veranstaltungen/eventShow/her-mit-der-milliarde/

Detailsdownload per PDF

Dr. Andreas Keller

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314,
Fax: +49 (0) 69 78973-103
E-Mail: andreas.keller@gew.de,
Internet:http://www.wissenschaft.gew.de

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30.06.2015 – CDU/CSU-Eckpunkte für WissZeitVG-Novelle und Bund-Länder-Pakt
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Heute mit den Themen:
* Wissenschaftszeitvertragsgesetz und Bund-Länder-Programm: Eigenes Eckpunktepapier der Unionsfraktion
* Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen: Bund und Länder kritisieren Forschungseinrichtungen

Wissenschaftszeitvertragsgesetz und Bund-Länder-Programm:
Eigenes Eckpunktepapier der Unionsfraktion

Nach der SPD-Bundestagsfraktion, die im Frühjahr 2015 Positionspapiere zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (mehr dazu) bzw. für einen Bund-Länder Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs und akademischen Mittelbau (mehr dazu) vorgelegt hatte, hat gestern die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag „Grundsätze für gemeinsames Bund-Länder-Programm und Eckpunkte für flankierende Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes“ präsentiert (mehr dazu.)

In ihrem Positionspapier mit der Überschrift „Mit dem Tenure-Track-Programm Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs substanziell verbessern“ setzt sich die Unionsfraktion für ein neues „Bund-Länder-Programm zur Förderung von Tenure-Track-Professuren ein“. Zuvor hatten sich auf ihrer Göttinger Koalitionsklausur im April 2015 Union und SPD bereits auf eine Bund-Länder-„Personaloffensive“ verständigt, für ab 2017 zehn Jahre lang insgesamt eine Milliarde Euro eingesetzt werden soll. Anders als die SPD, die in ihrem Papier drei Komponenten eines Bund-Länder-Pakts – Schaffung zusätzlicher Juniorprofessuren mit Tenure Track-Option, Förderung neuer Karrierewege für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Wettbewerb zu Personalentwicklungskonzepten für besonders engagierte Hochschulen – vorgesehen hatte, betont die Union nun, dass der von der Koalition für eine „Personaloffensive“ in Aussicht gestellte Betrag von einer Milliarde Euro ausschließlich dem Tenure-Track-Professuren-Programm vollständig zugute kommen müsse. Das Programm solle aber auch dazu genutzt werden, „Anreize für die Etablierung und wirksame Umsetzung vorbildlicher Konzepte der Personalplanung und -entwicklung zu setzen“. Wer auf eine Tenure-Track-Professur kommt, soll nach den Vorstellungen der Unionsfraktion nach „Bewährung – in der Regel nach sechs Jahren und auf der Grundlage einer Leistungsprinzipien folgenden Evaluation“ eine dauerhafte Professur bekommen, die dann allein von den Ländern finanziert werden soll. Die Entscheidung über die Übernahme in eine Dauer-Professur soll spätestens ein Jahr vor dem Ende des Tenure Track fallen.

Mit dem Vorschlag für ein Tenure-Track-Programm greift die CDU/CSU-Fraktion Impulse entsprechender Vorschläge der GEW auf. In ihrem an die neue Bundesregierung gerichteten Köpenicker Appell von 2013 (mehr dazu) hatte die Bildungsgewerkschaft u. a. ein „Förderprogramm für verlässliche Karrierewege von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern“ vorgeschlagen, mit dem zusätzliche Juniorprofessuren oder anderer Postdoc-Stellen gefördert werden, wenn diese mit einem Tenure Track ausgestattet sind und von der jeweiligen Einrichtung auf Dauer weiter finanziert werden. Wichtig im GEW-Konzept ist, dass mindestens 50 Prozent der geförderten Stellen von Frauen besetzt werden müssen; außerdem muss der Tenure Track in der Postdoc-Phase, also nicht etwa nach einer bereits absolvierten Postdoc-Phase, wie es die „Empfehlungen zu Karriezielen und -wegen an Universitäten“ des Wissenschaftsrats von 2014 (mehr dazu) nahelegt, ansetzen. In welche Richtung diesbezüglich das CDU/CSU-Modell geht, ist offen.

Hinsichtlich der von der Großen Koalition avisierten Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hat die CDU/CSU-Fraktion überraschend gegen die Einwände der Allianz der Wissenschaftseinrichtungen Position bezogen. Eine Qualifizierungsbefristung soll nur noch zulässig sein, „wenn eine Qualifizierung ausdrücklich als Teil des Arbeitsverhältnisses vereinbart ist“, heißt es im Papier der Unionsfraktion. Weiter soll die Anwendbarkeit der Regelungen des Gesetzes auf nicht-wissenschaftliches Personal entfallen. Gegen beide Vorhaben der Koalition hatte sich vor kurzem in einem Brief an Bundesbildungs- und -forschungsministerin Johanna Wanka die Allianz der Wissenschaftsorganisationen gewandt, der u. a. die Hochschulrektorenkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Wissenschaftsrat und die vier großen Organisationen der außerhochschulischen Forschungseinrichtungen (Fraunhofer, Helmholtz, Leibniz, Max Planck) angehören.

Weiter spricht sich die Unionsfraktion in ihrem Papier für Mindestlaufzeiten bei Zeitverträgen aus: „Bei der Qualifizierungsbefristung soll sich deshalb künftig die Befristungsdauer an dem für die Qualifizierung erforderlichen Zeitbedarf orientieren und bei der Befristung wegen Drittmittelfinanzierung an der Dauer der Mittelbewilligung“, ist in den CDU/CSU-Eckpunkten zu lesen. Eine Untergrenze für die Laufzeit von Arbeitsverträgen mit Doktorandinnen und Doktoranden wird nicht genannt, dafür aber betont, dass kürzere Verträge möglich bleiben sollen, „wenn es dafür gute Gründe gibt“. Die SPD-Fraktion hatte in ihrem Eckpunktepapier eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren gefordert – „es sei denn, Sachgründe sprechen dagegen“. Anders als das Papier der SPD-Fraktion sieht das Papier der Unionsfraktion keine Streichung der Tarifsperre im Gesetz vor, die derzeit Arbeitgebern und Gewerkschaften untersagt, vom Gesetz abweichende Regelungen tarifvertraglich zu regeln.

Mit den Mindestlaufzeiten von Zeitverträgen und der Bindung der sachgrundlosen Befristung an die Qualifizierung greift die CDU/CSU-Fraktion wichtige Impulse des GEW-Vorschlags für die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes auf, der im Januar 2015 vorgestellt worden war (mehr dazu). Neben der Aufhebung der Tarifsperre fehlen aber weitere wichtige Vorschläge der GEW, etwa die Festlegung eines Zeitanteils, der innerhalb der Arbeitszeit für die eigenständige Qualifizierung vorbehalten sein muss, die gesetzliche Verpflichtung zu einem Tenure-Track-Modell bei Befristungen nach der Promotion, die verbindliche Ausgestaltung der familienpolitischen Komponente des Gesetzes sowie die Einführung einer behindertenpolitische Komponente.

Aus Sicht der GEW müssen beide Fraktionen noch nacharbeiten, damit mit der überfälligen Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes tatsächlich die Weichen für faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Berufswege in der Wissenschaft gestellt werden. Dazu haben CDU/CSU und SPD noch bis zur Erarbeitung eines gemeinsamen Eckpunktepapiers Gelegenheit, das bis heute leider ebenso wenig wie ein Gesetzentwurf vorliegt. Der stellvertretende Vorsitzende und Wissenschaftsexperte der GEW Dr. Andreas Keller hat die gestrige Anhörung des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung genutzt, um den Abgeordneten die Vorschläge der GEW für die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und weitere Maßnahmen für berechenbare Karrierewege und stabile Beschäftigungsbedingungen nahezubringen.

Eine Videoaufzeichnung der öffentlichen Anhörung kann in der Mediathek des Deutschen Bundestages angesehen werden
Die ausführliche schriftliche Stellungnahme von Andreas Keller ist auf der GEW-Website abrufbar
Ein gestern live ausgestrahltes Interview des Deutschlandradio Kultur mit Andreas Keller zum Thema kann online nachgehört und nachgelesen werden
Vgl. aus den verschiedenen Presseberichten die dpa-Meldung „Bundestag debattiert über Uni-Prekariat“

   

Karrierewege und Beschäftigungsbedingungen:
Bund und Länder kritisieren Forschungseinrichtungen

Unterdessen haben Bund und Länder die außeruniversitären Forschungseinrichtungen aufgefordert, ihren Beitrag für planbare Karrierewege und faire Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft zu leisten. Im 500 Seiten starken, jüngsten Monitoring-Bericht zum Pakt für Forschung und Innovation (mehr dazu), den die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) vorgelegt hat, haben Bund und Länder eine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen sowie beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft angemahnt.

Die „aktuelle Befristungspraxis in der Wissenschaft (mit hohem Anteil an Befristungen und zum Teil sehr kurzen Laufzeiten)“ sei „teilweise dysfunktional“, die Karrierewege im deutschen Wissenschaftssystem führten im internationalen Vergleich „erst spät zu eigenverantwortlichen und unbefristeten Arbeitsverhältnissen“, heißt es im GWK-Bericht. Die Wissenschaftsorganisationen müssten daher „einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses leisten“.

Konkret erwarten Bund und Länder von den Forschungseinrichtungen, dass bei der Anwendung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes die Familienklauseln, die die Verlängerung von Zeitverträgen bei Kinderbetreuung ermöglichen, „zur Wirkung kommen“. Bei Qualifizierungsbefristungen habe sich die Befristungsdauer an dem für die Qualifizierung erforderlichen Zeitbedarf zu orientieren, bei Drittmittelbefristungen an der Dauer der Mittelbewilligung. Doktorandinnen und Doktoranden müssten sozialversicherungspflichtige Stellen sowie Betreuungsvereinbarungen angeboten werden. Diese Herausforderungen müssten „Gegenstand von systematischen Gesamtkonzepten zur Personalentwicklung“ werden, mahnen Bund und Länder in ihrem Bericht.

Weiter enthält der GWK-Monitoring-Bericht eine zum Teil scharfe Kritik an der unzureichenden Gleichstellungspolitik der Forschungseinrichtungen. So sehen Bund und Länder „mit Unverständnis“, dass die Fraunhofer-Gesellschaft und die Helmholtz-Gemeinschaft 2014 ausschließlich Männer in Institutsleitungen berufen haben, was sogar zu einer Abnahme des Frauenanteils auf den Führungsebenen führte. Dabei gehört die signifikante Steigerung der Repräsentanz von Frauen in den Forschungseinrichtungen explizit zu den Zielen des Pakts für Forschung und Innovation. Derzeit liegt der Anteil von Frauen an den Professuren mit der höchsten Besoldungsgruppe W3 bzw. C4 in der Fraunhofer-Gemeinschaft bei 4,5 Prozent, in der Helmholtz-Gemeinschaft bei 14,5 Prozent, in der Max-Planck-Gesellschaft bei 11,0 Prozent und in der Leibniz-Gemeinschaft bei 14,2 Prozent. Zum Vergleich: An den Hochschulen liegt der entsprechende Frauenanteil bei 17,3 Prozent. Zu Recht kritisiert die Gleichstellungsexpertin und Leiterin des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung (Center of Excellence Women and Science – CEWS) in einem Gastbeitrag für die aktuelle Ausgabe der Deutschen Universitätszeitung (duz), dass die außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit vielen Milliarden Euro „jämmerlich wenig“ erreicht hätten, was die Gleichstellung angeht (mehr dazu).

Eine „aktive Vergabepolitik in der Forschungsförderung“ gehört zu den drei Kernforderungen, die die GEW 2013 im „Köpenicker Appell“ (mehr dazu) aufgestellt hat. Bund und Länder sollten die Finanzierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen an die Auflage binden, dass sich diese in einem Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ zu berechenbaren Karrierewegen und stabilen Beschäftigungsbedingungen verpflichten, schlägt die Bildungsgewerkschaft vor. 2012 hat die GEW mit ihrem „Herrschinger Kodex“ einen konkreten Vorschlag für einen entsprechenden Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ gemacht (mehr dazu). Der milliardenschwere Pakt für Forschung und Innovation wäre das geeignete Instrument, um die Forschungseinrichtungen zur Schaffung verlässlicher Karrierewege und fairer Beschäftigungsbedingungen anzuhalten – aber nur, wenn entsprechende Maßnahmen über bloße Empfehlungen hinaus verbindlich eingefordert und die Finanzierung der Einrichtungen davon abhängig gemacht werden. Mit dem Pakt für Forschung und Innovation fördern Bund und Länder seit 2005 die außerhochschulischen Forschungseinrichtungen sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). DFG und Forschungseinrichtungen werden mit rund zehn Milliarden Euro jährlich gefördert. Von 2011 bis 2015 wurde die Förderung Jahr für Jahr um fünf Prozent angehoben, ab 2016 soll die jährliche Steigerungsrate drei Prozent betragen.

Erste Selbstverpflichtungserklärungen für die Verbesserung von Karrierewegen und Beschäftigungsbedingungen haben die Forschungseinrichtungen zwar bereits erarbeitet: 2013 hat die Leibniz-Gemeinschaft „Leitlinien für die Arbeitsbedingungen und die Karriereförderung promovierender und promovierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“ (mehr dazu) vorgelegt, im selben Jahr stellte die Fraunhofer-Gesellschaft ihre „Leitlinien Befristungspolitik“ (mehr dazu) vor, 2014 folgte die Helmholtz-Gemeinschaft mit ihren „Leitlinien zur Durchführung von Promotionsvorhaben“ (mehr dazu), 2015 die Max-Planck-Gesellschaft mit „Leitlinien für die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden“ (mehr dazu). Die Leitlinien sind jedoch anders als eine Personal- bzw. Dienstvereinbarung mit Personal- und Betriebsräten rechtlich nicht verbindlich. Offen bleibt, ob die Leitlinien von den einzelnen Forschungsinstituten tatsächlich umgesetzt werden und wie sie sich auf die Beschäftigungsbedingungen und Berufsperspektiven der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auswirken. Die GEW begrüßt, dass die außeruniversitären Forschungseinrichtungen erste Schritte in Richtung Herrschinger Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ gehen, betont aber, dass sie die verbindliche Normierung von Mindeststandards im Wissenschaftszeitvertragsgesetz nicht ersetzen können. Bei der Weiterentwicklung der Leitlinien muss außerdem endlich der Sachverstand der Personal- und Betriebsräte sowie der Gewerkschaften einbezogen werden. Die GEW ist ausdrücklich zu entsprechenden Gesprächen bereit.

Dr. Andreas Keller
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12.05.2015 – GEW zum Beschluss der Hochschulrektoren zu Wissenschaftskarrieren und Zeitverträgen
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GEW: „Zwei Schritt vor, einer zurück“
Bildungsgewerkschaft zum Beschluss der Hochschulrektoren zu Wissenschaftskarrieren und Zeitverträgen

Kaiserslautern/Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den heutigen Beschluss der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu Wissenschaftskarrieren und Zeitverträgen als ambivalent bewertet. „Es ist zu begrüßen, dass inzwischen auch die HRK die Missstände an den Hochschulen nicht mehr leugnet und sich für mehr Dauerstellen, Mindestlaufzeiten für Zeitverträge sowie eine aktive Personalentwicklung einsetzt. Teilweise aber fallen die Vorschläge hinter den bereits erreichten Diskussionsstand zurück“, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, am Dienstag.

Der HRK-Vorschlag, die Dauer der Arbeitsverträge mit Doktorandinnen und Doktoranden so zu bemessen, dass Qualifikationsziele erreicht werden können und dabei eine Laufzeit von zwei Jahren mit einer Verlängerungsoption von einem Jahr nicht zu unterschreiten, sei ein „Schritt in die richtige Richtung“, sagte Keller. „Niemandem ist geholfen, wenn Promovierende mit einer halbfertigen Doktorarbeit auf die Straße gesetzt werden. Wir brauchen bundesweite verbindliche Mindestlaufzeiten für befristete Arbeitsverträge. Wenn selbst die Hochschulrektoren eine Untergrenze von zwei plus einem Jahr befürworten, darf der Gesetzgeber nicht dahinter zurückfallen“, mahnte der GEW-Vize. Unterstützung verdiene auch die HRK-Forderung, die Laufzeit von Arbeitsverträgen, die aus Drittmitteln finanziert werden, an der Projektlaufzeit zu orientieren.

Enttäuscht äußerte sich der GEW-Vize über die HRK-Vorschläge für die Ausgestaltung von Arbeitsverträgen nach der Promotion. „Promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in der Regel zwei Studiengänge sowie die Promotion erfolgreich absolviert. Hochschulen, die diese hoch qualifizierten Fachkräfte weiterbeschäftigen möchten, müssen ihnen berechenbare Perspektiven eröffnen. Leider sucht man danach im HRK-Beschluss vergeblich. Stattdessen soll die unsichere Postdoc-Zeit durch Aufteilung in eine ‚Qualifikations-’ und eine ‚Entscheidungsphase’ sogar noch verlängert werden – ein ganz falsches Signal“, kritisierte Keller.

Ausdrücklich würdigte der GEW-Hochschulexperte den HRK-Vorschlag, für Daueraufgaben unbefristete Funktionsstellen einzurichten, sowie den Aufruf an die HRK-Mitgliedshochschulen eine aktive Personalentwicklung zu betreiben, den Beschäftigten gute Rahmenbedingungen zu bieten und „alle relevanten Akteure“ einzubeziehen. „Die GEW wird gerne auf dieses Angebot zurückkommen und steht dem HRK-Präsidenten Horst Hippler, dem ich zu seiner Wiederwahl herzlich gratuliere, sowie den Hochschulleitungen jederzeit für Gespräche zur Verfügung“, unterstrich Keller.

Info:
Im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung am 12. Mai an der Technischen Universität Kaiserslautern hat die HRK „Kernthesen zum Orientierungsrahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und akademischer Karrierewege neben der Professur und zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes“ verabschiedet.

Einen entsprechenden „Orientierungsrahmen“ hatte die HRK vor einem Jahr während ihrer Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main beschlossen (mehr dazu; GEW-Stellungnahme: weiter). Den HRK-Mitgliedshochschulen war zugleich empfohlen worden, bis zum Frühjahr 2015 Konzepte „für die zukünftige Stellenplanung und Personalentwicklung unter Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe unbefristeter und befristeter Arbeitsverhältnisse im Bereich des promovierten wissenschaftlichen Personals“ vorzulegen.

Bereits 2012 hatte die HRK-Mitgliederversammlung „Leitlinien für die Ausgestaltung befristeter Beschäftigungsverhältnisse mit wissenschaftlichem und künstlerischem Personal“ beschlossen (mehr dazu).

Wenige Tage vor der HRK-Mitgliederversammlung hatte die „TU9“, die nach eigenen Angaben „Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland“, eigene „Leitlinien für attraktive Beschäftigungsverhältnisse“ vorgelegt (http://www.tu9.de/presse/presse_6745.php). Die TU9-Leitlinien gehen teilweise über den HRK-Beschluss hinaus: Für Promovierende sehen sie Mindestvertragslaufzeiten von drei Jahren vor. Weiter sollen Doktorandinnen und Doktoranden 50 Prozent der Arbeitszeit für ihre Promotion zur Verfügung stehen. Damit hat die TU9 zwei zentrale Impulse des GEW-Gesetzentwurfs für die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes aufgegriffen.

In Nordrhein-Westfalen sind unterdessen die Verhandlungen über einen „Rahmenkodex Gute Arbeit für das Hochschulpersonal“, die Gewerkschaften und Personalräte mit dem Wissenschaftsministerium und den Hochschulleitungen führen, in eine entscheidende Phase gekommen. „Nun ist es nach zwei Jahren Diskussion an der Zeit, den Kodex zu einem Abschluss zu bringen“, sagte der Vorsitzende des DGB Nordrhein-Westfalen, Andreas Meyer-Lauber (mehr dazu), Ende April. Im Dezember 2014 hatte die Landesrektorenkonferenz der NRW-Universitäten mit einer eigenen „Dortmunder Erklärung zu Muster-Leitlinien guter Beschäftigungsbedingungen für das Personal an den nordrhein-westfälischen Universitäten“ für Irritationen gesorgt.

Die GEW setzt sich im Zuge ihrer Kampagne für den „Traumjob Wissenschaft“ („Templiner Manifest“, www.templiner-manifest.de) seit 2010 für berechenbare Karrierewege und stabile Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft ein. Mit dem „Herrschinger Kodex“ „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ (mehr dazu) machte die GEW 2012 einen Vorschlag, wie sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen selbst zu Mindeststandards fairer Beschäftigung und verlässlicher Wissenschaftskarrieren verpflichten können. 2013 folgte der „Köpenicker Appell“ – ein Aufruf an die Bundesregierung, ihren Gestaltungsspielraum u.a. für die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und ein „Förderprogramm für verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft“ zu nutzen (http://www.gew.de/Koepenicker_Appell.html). Im Januar 2015 legte die GEW einen eigenen Gesetzentwurf für die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes vor (https://www.gew.de/Gesetzentwurf_gegen_das_Befristungsunwesen.html).

Dr. Andreas Keller

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314,
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Bildungsgewerkschaft GEW: stark in Hochschule und Forschung – jetzt Mitglied werden: weiter

 

   
   

Einladung zur 8. GEW-Wissenschaftskonferenz vom 8. bis 11. Oktober in 2014 Haltern am See

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die soziale Öffnung der Hochschulen, die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung und der Übergang vom Studium in die Arbeitswelt haben in den vergangenen Jahren Platz auf der politischen Agenda gefunden. Immer mehr junge Menschen strömen an die Hochschulen. Gleichzeitig bestätigt die Forschung, dass der Weg zum akademischen Abschluss gerade in Deutschland stark vom Elternhaus und vom sozialen Hintergrund abhängig ist. Durch welche Einflussfaktoren Übergänge im Hochschulsystem befördert oder verhindert werden und welche Ansätze es gibt, um allen Studierenden ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen, das möchte die Bildungsgewerkschaft GEW auf ihrer 8. Wissenschaftskonferenz unter die Lupe nehmen.

Ich freue mich, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Bildung gewinnen konnten. Im Plenum und in zwei Workshop-Phasen möchten wir über Übergänge und Hindernisse im Hochschulsystem diskutieren sowie darüber, wie sich Diversität sinnvoll gestalten lässt. Den Auftakt der Konferenz macht ein Kolloquium der Max-Traeger-Stiftung, in dessen Rahmen der soeben erschienene Sammelband „Übergänge im Spannungsfeld von Expansion und Exklusion – eine Analyse der Schnittstellen im deutschen Hochschulsystem“ präsentiert wird. Der Band wurde in der Reihe GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung im W. Bertelsmann-Verlag veröffentlicht und liefert eine Bestandsaufnahme der Schnittstellen im deutschen Hochschulsystem.

Wir erwarten etwa 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Parteien, Bund und Ländern sowie Gewerkschaften. Bei der Max-Traeger-Stiftung und beim Bildungs- und Förderungswerk der GEW bedanke ich mich herzlich für die freundliche Unterstützung der Konferenz.

Zur 8. GEW-Wissenschaftskonferenz vom 8. bis 11. Oktober 2014 in Haltern am See lade ich Sie herzlich ein! Für die Teilnahme erheben wir einen Beitrag von 180,- Euro für GEW-Mitglieder und 240,- Euro für Nicht-Mitglieder. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung sind darin eingeschlossen, die Anreise ist selbst zu organisieren. Bitte melden Sie sich bis spätestens 15. September mit dem beigefügten Anmeldeformular an.

Ich würde mich freuen, Sie im Oktober in Haltern am See begrüßen zu dürfen!

Dr. Andreas Keller

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
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mehr dazu (Das Programm als Download)

mehr dazu (Die Anmeldung per Fax)

mehr dazu (Die Einladung als Mailanhang (Worddokument mit Makro))

 

   
   

GEW-Newsletter Hochschule und Forschung
12.06.2014 – Schlechte Noten für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

Schlechte Noten für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung
GEW zum Hochschul-Bildungs-Bericht des Stifterverbands

Der Lehrerinnen- und Lehrerberuf ist nicht attraktiv genug, um ausreichend Studienberechtige für ein Lehramtsstudium anzuziehen. Das geht aus dem gestern erschienenen Hochschul-Bildungs-Report des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hervor. Auch die Qualität des Studiums wird von den im Rahmen der Studie befragten Lehramtsstudierenden als unbefriedigend empfunden. Aus Sicht von Andreas Keller, stellvertretender Vorsitzender der GEW, legt der Bericht den Finger in die Wunde.
„Der Beruf ist nicht attraktiv genug, es fehlen angemessene Karrierechancen, die Arbeitsbedingungen sind unzureichend“, fasste Keller den Befund zusammen. Als Hauptgründe für das geringe Interesse der Studienanfängerinnen und -anfänger an dem grundsätzlich weiterhin hoch angesehenen Beruf nennen die Befragten fehlende Aufstiegschancen und den harten Unterrichtsalltag. Für 83 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten sind Aufstiegschancen für die Berufswahl ein Entscheidungsgrund, aber nur 28 Prozent denken, dass der Lehrerberuf diese bietet. Die Freude an der Arbeit ist mit 94 Prozent Zustimmung ein noch wichtiger Faktor für die Berufswahl, aber nur 59 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass das Lehrerdasein Spaß macht.

Auch falsche Schlussfolgerungen im Bericht

Neben den vielen richtigen Erkenntnissen ziehen die Studienautoren laut Keller, der im Vorstand der Bildungsgewerkschaft für Lehrerbildung zuständig ist, allerdings auch falsche Schlussfolgerungen: „Eine größere Selektivität bei der Auswahl der Studienbewerbern ist nicht der richtige Weg, um mehr junge Menschen für den Lehrerberuf zu begeistern. Stattdessen müssen die Hochschulen die Selbsteinschätzungskompetenz der Studienbewerberinnen und –bewerber unterstützen und eine bessere individuelle Betreuung der Studierenden garantieren. Über ihre ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ hinaus müssen Bund und Länder daher auch für eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen sorgen.

Eine Absage erteilte Keller auch Forderungen nach größeren Hierarchien in der Lehrerschaft: „Wir brauchen weder ‚Oberlehrer‘ noch ‚Unterrichtsassistenten‘, sondern bessere Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen für alle Lehrerinnen und Lehrer.! An Stelle von „Unterrichtsassistenten“, wie es der Hochschul-Bildungs-Report vorschlägt, sollte die Forderung nach Team-Teaching und multiprofessionellen Teams an den Schulen groß geschrieben werden; Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Psychologinnen und Psychologen sollten den Schulalltag gemeinsam gestalten, verdeutlichte der stellvertretende Vorsitzende der GEW. „Dafür sind die Praxisanteile und die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Studium genauso wichtig wie die Stärkung der Fort- und Weiterbildung.“

Irritiert zeigte sich Keller über den Vorschlag der arbeitgebernahen Organisation zur „Gründung eines einheitlichen und unabhängigen Berufsverbands“. „Die GEW vertritt als Bildungsgewerkschaft schon längst nicht nur die Interessen der Lehrkräfte und anderer Beschäftigter im gesamten Bildungsbereich, sondern auch die der Lehramtsstudierenden sowie der Ausbilderinnen und Ausbilder in der ersten, zweiten und dritten Phase der Lehramtsbildung. Gute Bildung und gute Beschäftigungsbedingungen Pädagoginnen und Pädagogen sind kein Gegensatz, sondern zwei Seiten einer Medaille – das ist der Ansatz der Bildungsgewerkschaft GEW“, hob der GEW-Vize hervor.

Der Hochschul-Bildungs-Bericht des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft steht im Internet zum Download zur Verfügung.

Save the Date: GEW-Fachtagung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung am 25. September in Leipzig

Auf ihrem 27. Gewerkschaftstag 2013 in Düsseldorf hat die Bildungsgewerkschaft GEW einen Aktionsplan zur Reform der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und die Einrichtung eines Zukunftsforums beschlossen (http://www.gew-gewerkschaftstag.de/Binaries/Binary103173/3-8_Beschluss.pdf). Zum Start ihres neuen „Zukunftsforums Lehrer_innenbildung“ wird die GEW am Donnerstag, 25. September 2014 in Leipzig eine öffentliche Fachtagung durchführen. Sie steht unter dem Motto „Außen Lehrer Innen Bildung“. Die Einladung zu dieser Fachtagung mit weiteren Informationen erhalten Sie in Kürze über den GEW-Newsletter Hochschule und Forschung.

Dr. Andreas Keller

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
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Einladung: Gut versichert? Seminar für Doktorand/innen und Promotionsinteressierte

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GEW-Newsletter Templiner Manifest 
28.05.14 – Gut versichert? Seminar für Doktorand/innen und Promotionsinteressierte
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist die Promotion die erste Phase der Berufsausübung. Sie muss ermöglichen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dazu gehören auch die Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit sowie die Altersvorsorge. Aber wie funktioniert unser Sozialversicherungssystem und ist es auf die Gruppe der Doktorandinnen und Doktoranden überhaupt eingestellt? Mit welchen Leistungen können Promovierende im Fall von Krankheit oder Arbeitslosigkeit und im Alter rechnen? Was ist, wenn keine Stelle zur Verfügung steht, sondern ein Stipendium oder ein Lehrauftrag die Promotion finanzieren soll?

Diese und weitere Fragen rund um das Thema Sozialversicherung für Promovierende wollen wir auf dem diesjährigen Seminar des Bildungs- und Förderungswerkes der GEW debattieren, zu dem wir Doktorandinnen und Doktoranden sowie Promotionsinteressierte herzlich einladen. Es findet vom 13. bis zum 15. Juni in Erkner bei Berlin statt.

Näheres entnehmen Sie bitte der Einladung unter
http://www.gew.de/Materialien_Promovierenden-Seminare_2.html

Noch sind Plätze frei - wir bitten um Anmeldung bis zum 3. Juni, ein Anmeldeformular findet sich unter angegebenem Link. Gerne können Sie die Einladung auch an Interessierte weitergeben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Andreas Keller

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Dr. Andreas Keller
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GEW-Newsletter Hochschule und Forschung
04.11.2013 – GEW fordert Programm gegen studentische Wohnungsnot

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Mieten in vielen Unistädten steigen drastisch an, die Folge ist eine neue studentische Wohnungsnot - die insgesamt die Lage auf dem Wohnungsmarkt für Menschen mit geringem Einkommen verschärft.
Dagegen sollten Bund und Länder was tun, meint die Bildungsgewerkschaft GEW.
Lesen Sie außerdem in diesem Newsletter über einen großen GEW-Erfolg in Berlin: Wer dort in der Zeit vom Wintersemester 1996/97 bis zum Wintersemester 2004/05 studiert hat und Verwaltungs- und Rückmeldegebühren bezahlt, kann diese jetzt zurückfordern – bis zum 31.12.2013.
Und, nicht verpassen: Die Wintersemester-Ausgabe der GEW-Zeitung für Studierende read.me ist jetzt ausgeliefert worden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Andreas Keller

GEW fordert Bund-Länder-Programm gegen studentische Wohnungsnot - Vorschläge der Bildungsgewerkschaft anlässlich der Aktionstage „Studis gegen Wohnungsnot“

Frankfurt am Main.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert ein Bund-Länder-Programm für den Neubau von mindestens 25.000 studentischen Wohnheimplätzen. „Immer mehr junge Menschen nehmen ein Hochschulstudium auf – inzwischen fast die Hälfte eines Altersjahrgangs. Sie brauchen nicht nur ausreichend Studienplätze und gute Studienbedingungen, sondern bezahlbaren Wohnraum an ihren Hochschulstandorten.
Die GEW unterstützt daher die Forderung des Deutschen Studentenwerks nach einem Bund-Länder-Programm zur wirksamen Bekämpfung der studentischen Wohnungsnot“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, aus Anlass der Mietenaktionstage, die das Bündnis „Studis gegen Wohnungsnot“ vom 4. bis 8. November in mehreren Universitätsstädten durchführt.
„Zwei Drittel der Studienanfängerinnen und Studienanfänger bewerten die Wohnungssuche in diesem Semester als schwierig oder sehr schwierig, ein Viertel musste eine vorübergehende Notlösung in Kauf nehmen. Diese vom Deutschen Studentenwerk erhobenen Daten belegen, wie groß der Handlungsbedarf bereits ist“, sagte Keller.
Die studentische Wohnungsnot verschärfe außerdem die prekäre Lage aller Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen auf den städtischen Wohnungsmärkten. Die Wohnungssuche vieler Erstsemester scheitere nicht daran, dass Studierende höhere Ansprüche hätten, betonte Keller. „Etwa ein Drittel ihres Budgets müssen Studierende inzwischen für die Miete ausgeben. Die Mieten sind insbesondere in den Universitätsstädten besonders stark angestiegen. Die steigende Anzahl der privaten Wohnheimplätze löst die Probleme nicht, da die Mieten dort meist weit über der BAföG-Wohnungspauschale von 224 Euro liegen. Deshalb muss der Staat eingreifen und für bezahlbaren Wohnraum für Studierende sorgen“, sagte der GEW-Hochschulexperte abschließend.

GEW-Erfolg: Berliner Hochschulen müssen Studiengebühren zurückzahlen

Viele haben es schon vergessen: 1996/97 hatte die GEW Berlin zusammen mit Studierendenvertretungen der Berliner Hochschulen eine Kampagne gegen die damals eingeführte "Immatrikulations- und Rückmeldegebühr" von 100 DM (später 51 Euro) gestartet. Nachdem die Gerichte dem Land Berlin zunächst recht gegeben hatte, kam 2003 wieder Bewegung in die Sache. Das Bundesverfassungsgericht kippte eine ähnliche Regelung aus Baden-Württemberg. Weitere zehn Jahre hat es gedauert, bis auch die Berliner Immatrikulations- und Rückmeldegebühr in der von 1997 bis 2004 geltenden Fassung vom höchsten deutschen Gericht für verfassungswidrig erklärt wurde.
Das war nur möglich, weil auch die GEW einen Musterfall durch alle Instanzen unterstützt hat. Wer in der Zeit vom Wintersemester 1996/97 bis zum Wintersemester 2004/05 an den staatlichen Berliner Hochschulen studiert hat, kann noch bis 31. Dezember 2013 bei seiner Hochschule die Rückzahlung der kompletten Immatrikulations- und Rückmeldegebühren beantragen.

read.me – Wintersemester-Ausgabe der GEW-Zeitung für Studierende ausgeliefert

read.me – so heißt GEW-Zeitung für Studierende, die einmal im Semester erscheint und bundesweit an Hochschulen verteilt wird. Die aktuelle Ausgabe ist jetzt ausgeliefert worden, mit folgenden spannenden Themen:
• Elite bleibt unter sich? Aktuelle Sozialerhebung zeigt: Die Hochschulen bleiben weiter vielen verschlossen.
• Drei Fragen – drei Antworten. Interview mit Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks.
• Systemrelevant. Kommentar des stellvertretenden GEW-Vorsitzenden Andreas Keller zum Ausgang der Bundestagswahl.
• Proteste in der Türkei. Queerverbindungen zu sozialen Bewegungen als gewerkschaftliche Zukunftsaufgabe?
• Es geht voran – GEW-Wissenschaftsoffensive! Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nach dem Düsseldorfer Gewerkschaftstag.
• Alles nur ein Frauenproblem? GEW-Vorstandsmitglied Frauke Gützkow über Aufgaben der Gleichstellung an Hochschulen.
• GEW wirkt – ein Bericht aus Hamburg. Von der Kampagnenarbeit zur Vorbereitung eines Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“.
• Hilfskrafttätigkeiten: Karrieresprungbrett oder Basis für Prekarität?

Im read.me-Archiv im Internet kann ab sofort die aktuelle Ausgabe der Zeitung heruntergeladen werden, siehe unten.
Gedruckte Exemplare können kostenlos beim GEW-Hauptvorstand angefordert werden, gerne auch größere Mengen zum Verteilen an den Hochschulen.
Bestellungen per E-Mail

Dr. Andreas Keller
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) - Hauptvorstand
Stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21,
D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314,
Fax: +49 (0) 69 78973-103
E-Mail: andreas.keller@gew.de,
Internet:http://www.wissenschaft.gew.de

Info:
Weitere Informationen zu den Aktionstagen sind auf den Internetseiten des Bündnisses „Studis gegen Wohnungsnot“ zu finden:
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Dem Bündnis hat sich auch der Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS) der GEW angeschlossen:
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Die vom Deutschen Studentenwerk (DSW) vorgelegte Studie „Wohnraumsuche und Wohnen zu Studienbeginn“ ist auf den Internetseiten des DSW abrufbar:
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Weitere Informationen dazu gibt es bei der GEW-Berlin:
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Im read.me-Archiv im Internet kann ab sofort die aktuelle Ausgabe der Zeitung heruntergeladen werden:
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mehr dazu (das Foto auf der, bzw. die Facebookseite der GEW-Hochschulgruppe Essen)

   
   

Für eine demokratische und soziale Hochschule
Das hochschulpolitische Programm des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Gute Bildung und gute Hochschulen sind kein Luxus, den man sich in guten Zeiten gönnen kann. Dabei geht es nicht nur darum, dass in der modernen Arbeitswelt der Bedarf an Hochqualifizierten wächst. Gute Bildung und Bildungsabschlüsse sind ein wichtiger Platzanweiser in unserer Gesellschaft. Die Zeugnisse unserer Schulen und Hochschulen entscheiden über die Berufsperspektiven und damit auch Lebensperspektiven der Menschen.

Noch ist der Weg in die Bildungsrepublik Deutschland sehr weit. In kaum einem anderen Land hängen die Bildungschancen der Kinder so sehr vom Geldbeutel ihrer Eltern ab wie hier. Bildung und eben auch Hochschulbildung ist und bleibt über weite Strecken ein vererbtes Privileg der höheren Schichten. Bildungsfragen sind Machtfragen!

Die Gewerkschaften werden diesem Verteilungskampf nicht tatenlos zusehen ...

DGB Bundesvorstand | Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit | Dezember 2012
  

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Die Veranstaltungen im Wintersemester 2012

08. Oktober, 10:00 - 13:00 Uhr
Infotisch im Rahmen der O-Woche für Erstsemester

16.Oktober, 12:00 - 14:00 Uhr,
Infotisch mit Glücksrad-Aktion, Mensafoyer

24.Oktober, 16:00 -18:00 Uhr,
Info-Veranstaltung „Fit fürs Referendariat?!“, R11 T04 C75

06.Dezember, 12:00-14:00 Uhr,
Infotisch mit Wunschbaum-Aktion, Mensafoyer

   
   

Die Veranstaltungen im Sommersemester 2012

26. April, 12:00 - 14:00 Uhr
Infotisch mit Fotoaktion vor der Mensa

01. Mai, 10:00 - 14:00 Uhr
Infostand zusammen mit dem Stadtverband auf dem Burgplatz

05. - 06. Mai,
Workshop der Fachschaften in Kooperation mit dem DGB

15. Mai, 18:00 Uhr
Treffen der Hochschulgruppe im Stadtverband, Teichstraße 2

23. Mai, 17:00 - 19:00 Uhr
s.t. Fit fürs Referendariat im ESG Saal der BRÜCKE

16. Juni, ab10.30 Uhr
LASS-Treffen, Stehkaffee
11 Uhr inhaltlicher Beginn,
Geschäftsstelle des GEW-Stadtverbandes Essen
(Teichstraße 4, 45127 Essen, direkt am Essener Hauptbahnhof)
Anmelden könnt Ihr Euch unter
lass.nrw@gmx.de oder bei Frauke Rütter.

04.Juli, 17:00 - 19:00 Uhr,
Arbeitsfelder Erwachsenenbildung und soziale Arbeit im ESG Saal der BRÜCKE

   
 

Fühl Dich eingeladen – zum GEW-Studi-Tag im Unperfekthaus!

Wir laden dich hiermit ganz herzlich zum GEW-Studi-Tag im Unperfekthaus ein! Wir möchten dich kennen lernen und mit dir zusammen überlegen, was wir im Sommersemester 2012 an der Uni Essen machen können. Du hast die Möglichkeit deine Ideen mit einzubringen und andere GEW-Mitglieder kennen zu lernen, die sich in der GEW engagieren. Außerdem werden wir diese Veranstaltung als offizielle Gründungs-Versammlung nutzen, um uns als GEW-Studi-Gruppe an der Uni Essen eintragen lassen zu können.

Also, sei mit dabei!

Wann: 17.März 2012, 11h30-17h
Wo: Unperfekthaus, Friedrich-Ebert-Str. 18, 45127 Essen, Raum 104

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Fit fürs Referendariat

Das Staatsexamen fast in der Tasche und Fragen über Fragen, wie es nach dem Abschluss weitergeht? Dann bist Du hier genau richtig, denn wir machen Dich fit fürs Referendariat!

Wir informieren Dich über die Bewerbung / Einstellung ins Referendariat, den Ablauf und die Struktur des Vorbereitungsdienstes, die Ausbildung an Schulen und im Seminar, über das Prüfungsverfahren und Deine späteren Einstellungschancen.

Infoveranstaltung für Lehramtsstudierende
R12 R05 A69, Uni Essen
Mo., 23. Januar 2012, 14-16 Uhr

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Bildungsgewerkschaft GEW zur Lage an den Hochschulen

Im laufenden Wintersemester haben sich die Missstände an den Hochschulen dramatisch zugespitzt:
Studienplatzmangel, Zulassungschaos, miese Betreuungsverhältnisse, Hire-and-Fire-Prinzip, beim Personal, Hürden beim Masterzugang

Bund, Länder und Hochschulen scheinen nichts unversucht zu lassen, studierwilligen Menschen Steine in den Weg zu legen.

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Seminar für aktive Mitglieder des
Organisationsbereichs Hochschule und Forschung
der GEW

– Gefördert aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe
„Gewerkschaftliche Bildungsarbeit“ –

2./3. Dezember 2011,
„Parkhotel im Taunus“,
Oberursel (Frankfurt am Main)

mehr dazu (Details)
mehr dazu (Anmeldung)

   
   

Infoveranstaltung "Fit fürs Referendariat"
Dienstag, 25. Okt.2011, 18:00 - 20:00 Uhr
an der Uni (Raum wird noch bekannt gegeben)

   
 

GEW Studi-Newsletter

   

1.

Ferienjob bei der GEW

 

2.

Vertretungsstelle für Englisch an einer Realschule in Essen

 

3.

GEW Hochschulgruppe

 

4.

Senkrechtstart - Tagesveranstaltung für Studis, Azubis und BerufseinsteigerInnen im Bildungssektor

 

5.

Lust auf gewerkschaftliche Bildungsarbeit gegen Rechts?!

 

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„Und das hier ist Homostadt...“
Schwul-lesbische Lebensweisen in NRWs Schulbüchern
21. Juni 2011
Beginn um 19:00 Uhr
S05 R03 H20, Campus Essen

mehr dazu

   
   

Traumjob Wissenschaft?
Faire Bedingungen statt prekäre Beschäftigungen!

07. Juni 2011
18:30 - 20:00 Uhr
Raum: R11 T06 C75
Die GEW lädt alle Uni-Beschäftigten und andere Interessierte
herzlich ein zur Info- und Diskussionsveranstaltung
mit Klemens Himpele (GEW-Referent im Organisationsbereich Hochschule und Forschung).

mehr dazu

   
   

Uni? Machen! Jetzt!
Seminarreihe für GEW-Studis, die an ihrer Uni etwas bewegen möchten

mehr dazu

   
   

Was geht an Deiner Uni?
Sommersemester 2011 – Aktionen und Veranstaltungen
vom HIB Essen

mehr dazu

   
   

Die Studierendengruppetrifft sich
am 18. April 2011 um 18 Uhr
beim GEW Stadtverband Essen,
Hollestr.3, 9. Etage (kleiner Sitzungsraum)

   
 

Veranstaltung "Fit fürs Referendariat"
17. Mai 2011, 16 - 18 Uhr, Raum S05 T00 B32

   
   

Veranstaltung "Templiner Manifest"
mit Andreas Keller vom GEW Hauptvorstand
06. Juni 2011, 18.30 Uhr, Raum R11 T06 C75
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